| Radtour 1: Dolny Zleb - Mückentürmchen - Zinnwald |
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Diese Tour ist identisch zur ersten Skitour, nur beginnt im Elbtal und endet in Zinnwald. Sie bleibt praktisch im gesamten Verlauf auf der tschechischen Seite. Sie beginnt in Dolny Zleb, das man von Schöne leicht auf dem nach Tschechien führenden Elbradweg erreicht. Gleich steil ansteigend geht es stetig hinauf durch Wälder und Wiesen bis zu den Höhen Zinnwalds.
SCHÖNA - hier steigt man aus der S-Bahn und folgt dem Elbradweg weiter über die Grenze (manchmal stehen hier sogar Grenzer und wollen die Ausweise der Radfahrer sehen) bis nach
Dolny Zleb, dem ersten Ort nach der Grenze. Man muß hier unter der Eisenbahn durch und sich dann linkshalten. Wenig später (100m) zweigt der Weg rechts ab und beginnt schon im Ort steilanzusteigen. Spätestens am Ortsausgang ist für den Normalradler Schluß. Der Weg steigt hier erbarmungslos steil an. Hut ab vor dem, der den fährt!
Sobald sich eine Lichtung auftut und der nun größere Weg nach links schwenkt muß man sich gerade halten - ein kleiner Weg immer entlang des Baches!! (siehe Bild). Wenig später trifft man auf einen asphaltierten Weg , dem man bergauf folgt und an der T-Kreuzung links gen Maxdorf abbiegt.
MAXICKY oder MAXDORF - diesen Ort berührt man nur kurz und biegt mit dem gelben Wanderweg im Ort rechts ab, überquert einen Bach und fährt gerade eine kleine Steigung aus dem Ort heraus (Waldweg, nicht die links abbiegende Straße nehmen!) Im nun folgenden Waldstück gibt es zwei wesentliche Gabelungen, wo man sich jeweils links halten muß ( Gabel 1, Gabel 2)! Sobald man auf die Straße stößt, kann man ihr nach rechts (westlich) nach Schneeberg folgen. Man kann auch dem Wanderweg weiter folgen, der über den Schneeberg führt. Hier sind aber evtl. nicht alle Passagen fahrbar!
SCHNEEBERG oder SNEçNIK - Im Ort finden sich einige Gelegenheiten, dem Hunger nachzugeben. Ansonsten biegt man am im Ort rechts nach Tisa ab ( ausgeschilderte Straße). Wer mit dem mountain bike unterwegs ist, kann nach wenigen hundert Metern rechts dem roten Wanderweg folgen. Er fällt dann steil ab nach Ostrov und man kraxelt alles wieder hoch nach Tisa. Dem Rest der Menschheit empfehle ich die preußisch gerade 4km Piste nach Tisa. Bevor die Serpentine nach Tisa abfällt, treffen sich die beiden Varianten an einer sehr netten Ausflugsgaststätte.
TISA - und seine Wände. Hier finden sich auch noch weitere Einkehrmöglichkeiten. Die tour geht hier weiter auf der Straße nach Petrovice. Wer auf Abenteuer aus ist, kann in Tisa weiter dem Wanderweg folgen. Der biegt im Ort kurz nach der Kirche links von der Straße ab. Er ist allerdings kaum begangen und verliert sich dann in Wiesen und Wäldern. Hier ist Orientierungssinn gefragt! Die sicherere Variante folgt - wie gesagt - der Straße nach Petrovice. Nachdem man in der Ort hinabgeschossen ist, biegt man nach links und hält sich dann rechts und biegt dann nach Krasny Les ab
KRASNY LES oder SCHÖNWALD - an der T-Gabelung biegt man rechts ab und nach ca. 1km links (recht unscheinbare spitze Gabelung) nach Adolfov.
ADOLFOV oder ADOLFSGRÜN - Der Ort hat zwei Restaurants, zumindest eines ist auch Hotel, beide waren aber im letzten Sommer geschlossen. Im Winter bietet er einige Skipisten und ist wesentlich lebendiger. Mit dem Rad durchmißt man ihn schnurgerade gen Mückentürmchen.
MÜCKENTÜRMCHEN - von Adolfov folgt man der Straße. An eine Zickzack-Kurve kann man links auf den Wanderweg zum Mückentürmchen abbiegen (geht auch mit normalem "Nicht-MTB") oder weiter der Straße nach Fojtovice folgen, einem trostlosen Nest unterhalb des Mückentürmchens, das man von da links der Straße folgend erreicht. Von hier hat man eine tolle Aussicht über das Osterzgebirge und das böhmische Becken. Auch kann man hier Übernachten. Ab hier führt der Wanderweg weiter nach Cinovec, der tschechischen Seite von Zinnwald. Der Weg ist eher was für mountain biker. Wer nicht durchgeschüttelt werden will, fährt zurück durch Fojtovice (den Schwung nutzend) gerade gen Zinnwald der Straße folgend. Hier gibt es eine Variante: Am Ortsausgang führt ein Schotterweg über die Grenze nach Fürstenau. Von hier kann man ins Müglitztal nach Geising rollen und so die Tour um einige Kilometer abkürzen.
ZINNWALD - Hier endet die Tour. Man hat die Wahl, weiter entlang der Grenze gen Westen zu radeln oder die Grenze zu passieren. Je nach Laune der Grenzer werden hier auch schon mal Radfahrer des Schmuggels verdächtigt. Bei einer Tour mußten wir den gesamten Inhalt der Packtaschen ausbreiten. Wahrscheinlich vermutete man Flüchtlinge aus Bangladesch darin oder zu verzollende Gartenzwerge...
Ab Zinnwald kann man über Geising im Müglitztal rasant bis Heidenau rollen. Zur Not gibt es ja auch Zug und Bus.